| 1.7 Wahlpflichtunterricht
In den Jahrgangsstufen 7 und 8 stammen die Themen aus dem gesamten Fächerkanon der Schule. Zur Zeit gibt es folgende Angebote:
· Sport Fußball
· Textilgestalten Stoffdruck, Häkeln, Stricken
Nähen mit der Nähmaschine
Arbeiten mit Stoff, Wolle und Leder
· Erdkunde Unser Wetter
Amerika
· Kunst Schulschmuck im Wandel der Jahreszeiten
· Musik Schulchor
· Mediation Ausbildung zum Streitschlichter
· Informatik Computerkurs I
In den Jahrgangsstufen 9 und 10 gibt es zur Zeit folgende Angebote:
· Wirtschaftslehre Maschinenschreiben
· Informatik Computerkurs II
· Deutsch Schülerzeitung und Jahrbuch der GHS Oberpleis
· Haushaltslehre Italienische Küche
Schulcafe
· Technik Mofakurs
Modellbau
· Musik Chor
· Kunst Keramisches Gestalten
1.7.1 Schulcafe, gesunde Pausenernährung
Ausstattung des Schulcafés:
Nach drei Jahren Praxiserfahrung kann man sagen, dass sich der mühsame Aufbau unseres Schulcafés gelohnt hat.
Der Start war ganz bescheiden. In einem ehemaligen Abstellraum, der zum Schulhof liegt und deswegen als Aufenthalts- und Verkaufsraum geeignet war, richteten wir uns 1998 sehr provisorisch ein. Nach und nach installierten wir vieles, was nötig ist, wie z.B. Küchenzeile mit Spüle, Kühlschrank usw.
Finanziert wurde das teuerste Möbelstück (Küchenzeile) zu 60% vom Gewinn des Cafés, ca. 30 % übernahm der rührige Förderverein, 7% der Lieferant Möbel Thomas und den Rest „schaffte“ das Lehrerkollegium durch Spenden. Das war im September 2000.
Der dunkle unfreundliche Fußboden wurde im Schuljahr 2001/2002 in Eigenleistung mühsam herausgerissen (Eigenanteil des Arbeitslohns ca. 2030 Euro) und ein freundlicher heller Fußboden von der Stadt verlegt.
Durch die zur Verfügung gestellten OPUS-Mittel konnten Lampen angeschafft werden, die den Raum freundlicher wirken lassen. Die Anschaffung der Bilderrahmen ermöglichte zum einen die Ausstellungen von Schülerarbeiten, zum anderen die attraktive Ausgestaltung der Wände des Cafés. Eine Wand soll in Zusammenarbeit mit dem Kunstprojekt noch künstlerisch gestaltet werden.
Die Ausstattung des Cafés mit einer Miniküche und mit einem Waffeleisen erleichtert nun zudem die tägliche Arbeit.
Schulcafé in der Praxis:
Unser GHS-Schulcafé ist in den Pausen Dienstag, Mittwoch und Donnerstag geöffnet. An Bänken und Tischen finden bis zu 50 Schüler/innen Platz. Bänke und Stühle aus hellem Kiefernholz stammen aus dem Bestand der Schule. Vor der Küchenzeile haben wir ausrangierte Schultische zu einer Theke zusammengestellt, was sicher noch besser gelöst werden sollte. Von dort aus wird verkauft.
Am Montag in der 7./8. Stunde backt die WP-Gruppe Schulcafé die Kuchen für die folgende Woche. In der Schulküche arbeiten dann 4 Gruppen zu je 4 Schüler/innen aus dem 9./10.Schuljahr. Sie backen einen Kuchen und kochen für sich selbst ein vollwertiges Mittagessen. Da 4 Kuchen für den Verkauf nicht ausreichen, liefert uns ein hiesiger Bäcker an den Tagen zwei große Bleche Pizzabrot (Hefeteig mit Tomaten und Käse) und ein italienischer Bäcker 20 kleine Pizzen. Auch wöchentliche Aktionstage mit frischem Obst, Rohkost oder frisch gebackenen Waffeln kommen bei den Schülern gut an.
Pizza und Kuchen werden in Papierstüchern auf die Hand abgegeben. Für Tee benutzen wir Porzellanbecher. Das Müllaufkommen ist also gering.
Jede Gruppe hat einmal im Monat eine Woche Dienst im Café, d.h.: Verkauf in den Pausen, Sauberhalten der Verkaufsecke und des Schulcafés (Siehe Plan).
Die Kuchenpreise liegen zwischen 0,20 bis 0,50 Euro, Pizzabrot kostet 0,50 Euro, die Minipizza0,80 Euro. Weiteres Angebot: verschiedene Sorten von Tee für 0,20 Euro und geputzte Möhren für 0,10 Euro.
Der wöchentliche Umsatz liegt zwischen 100,- und 120,-Euro. Dieses Geld wird für (ca. 10%) Lebensmitteleinkäufe, für die WP-Stunden und zum Bezahlen der Pizza verwendet. Der größere Teil wird auf ein Sparbuch angelegt. Darum können wir teilweise Anschaffungen ohne langwierige Bürokratie selbst tätigen. (wie geschehen: Wasserkocher, Mikrowelle, Gardinen, Becher...)
Nutzer des Schulcaféraumes:
- Klassen (wechselnd) die ihre Kunstwerke an den Wänden befestigen
- Die SV für Zusammenkünfte
- Die WP-Schlichter als Treffpunkt und Verpflegungsort
Ziele, die mit dem Schulcafé erreicht werden:
- Kommunikationsmöglichkeit in schülergerechter Umgebung
- positiv auf das Schulklima zu wirken (Wer sich im Café aufhält, übt keine Gewalt aus)
- die Möglichkeit, ein gesundes Schulfrühstück zu kaufen und dieses in Ruhe einzunehmen
Für die WP-Gruppe:
- lebensnahe Erfahrungen sammeln
- Teamfähigkeit, Selbständigkeit und Verantwortungsbereitschaft zu fördern
- Übernehmen von Verantwortung für eine Sache, für deren ordnungsgemäße Durchführung, beim Aufräumen, beim Umgang mit dem Geld...
1.7.2 Schülerzeitung und Jahrbuch
Das Jahrbuch der GHS Oberpleis wird von SchülerInnen der Jahrgangsstufen 9/10 im Wahlpflichtfach `Deutsch-Jahrbuch´ über ein Schuljahr erstellt. Es erscheint regelmäßig zum Abschlussball der Entlassschüler am Ende des Schuljahres.
Der Preis liegt zwischen 3-4 Euro, da er nach Umfang und Höhe der Auflage des `Jahrbuches´ berechnet wird. Nach dem Abschlussball der Entlassschüler findet der weitere Verkauf im Schulcafé statt. Außerdem kann das aktuelle und alle bereits erschienenen Jahrbücher auf Schulfesten, Flohmärkten, etc. erworben werden.
Es werden selbstständig Texte, Berichte und Reportagen zu Themen erstellt, die den SchülerInnen interessant erscheinen und die in Zusammenhang mit der Schule stehen. Dafür wird unter anderem das Internet genutzt oder kleine Gruppen recherchieren außerhalb der Schule. Zudem finden auch Artikel von SchülerInnen aus anderen Jahrgangsstufen zu unterschiedlichsten Themen ihren Platz (z.B. Interviews und Portraits über Künstler, dem Vorsitzenden von ´Cap Anamur´) Jedes Jahr wird eine Chronik des Schullebens im laufenden Schuljahr zusammengestellt.
Die SchülerInnen arbeiten weitgehend selbstständig in Planung und Durchführung bis hin zur Finanzierung der Zeitung. Die Arbeit der Fachlehrerin wird in diesem Jahr (2004705) erfolgreich durch die Sozialarbeiterin der Schule, Frau Green-Ottens, unterstützt.
1.8 Neue Technologien
Die GHS Oberpleis ist zur Zeit (12/04) mit einem Computerraum mit 25 Schülerarbeitsplätzen ausgestattet. Die Rechner verfügen über LAN- und Internetanbindung. Ein zweiter computerraum vergleichbarer Ausstattung befindet sich im Aufbau.
Mittels dieser Arbeitsplatzzahl kann der Fachraum zur Arbeit mit Lehrbuch begleitenden Trainingsprogrammen und Internet in vielen Fächern mit annähernder Klassenstärke genutzt werden.
Fachspezifischer Unterricht im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) findet ab der 5. Klasse statt. Dieser stellt die Grundlage für die Computernutzung und die Anwendung von Trainings, Kommunikations- und Bürosoftware in den höheren Klassen dar.
Im Wahlpflichtbereich 7/8 werden Kenntnisse im Umgang mit Büro- und Kommunikationssoftware vermittelt. Der Wahlpflicht bereich der Klassen 9/10 hat Grundlagen der Netzwerktechnik und die Programmierung einer einfachen interpretierten Sprache (html) zum Gegenstand. Die Kurse sind als Halbjahreskurse angelegt, um einer möglichst hohen Zahl von Schülern Gelegenheit zur Teilnahme zu bieten.
Mittelfristig ist angestrebt, beginnend mit den Jahrgängen5/6 Medienecken in den Klassenräumen einzurichten, um die direkte Einbindung der IKT an das Unterrichtsgeschehen zu ermöglichen. Ebenfalls vorgesehen ist der Einsatz der IKT in den Fachräumen der Naturwissenschaften.
(12/05) Der Computerrraum II ist mittlerweile mit 15 Arbeitsplätzen plus einem Lehrerarbeitsplatz fertig gestellt und seit Beginn des Schuljahres 05/06 in Betrieb.
In beiden Räumen sind die Rechner durch Dr.Kaiser-Software änderungsgeschützt und durch Master-Eye vom Lehrer-PC aus ständig kontrollierbar.
Die Rechner im CR II sind allerdings anpruchsvollerer Software und insbesondere dem e-Fit-Bereich nicht gewachsen. Internetzugang ist nur mit häufigen Unterbrechungen möglich, so dass Recherchen und die Bearbeitung ausführlicher Trainingsaufgaben aus dem Internet nur im CR I durchführbar sind.
In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass erwogen wird, das Deputat für das e-Fit-Programm wegen technischer Schwierigkeiten im Zugangs- (DSL-Leitung mit 768 Kbit) und im Leistungsbereich unserer Rechner zurückzugeben, um es einer anderen Schule zu Gute kommen zu lassen.
DVDs lassen sich im CR II per Beamer exzellent vorführen. Eine Einweisung in die Handhabung dieses Mediums soll in Kürze durch Herrn Mai erfolgen.
Ein Tastaturtraining findet mit der 5. Klasse statt, jeweils in halber Klassenstärke. Auf den Rechnern im CR II wurde das Tastaturtraining der e-Fit CD installiert, jedoch selbst für dieses Programm sind diese Rechner zu langsam. Außerdem bedeutet die Tastaturtrainings-stunde immer eine Unterbrechung des Regelunterrichtes. Deshalb muss auch hier eine bessere Lösung angestrebt werden.
Im Wahlpflichtbereich werden in diesem Schuljahr für die Klassen 7 – Textverarbeitung mit Word -, für die Klassen 8 – Tastaturtraining* und Tabellenkalkulation – und für die Klassen 9/10 – Tastatur*- und Bewerbungstraining à Berufsbilder in PP
erstellen, Bewerbungen und Lebenslauf schreiben – im halbjährlichem Wechsel angeboten.
Zielsetzung für 2006: Leistungsfähige Rechner für den CR II;
Aufgrund der Speicherung unerwünschter Internetdateien auf den Rechnern im CR I Einschränkung der Benutzerrechte für die Schüler durch einen Windows-Server statt des bisherigen Linux-Servers und durch entsprechende Block- bzw Firewalleinstellungen am Router.
*mit Tast-Office, da in diesen Jahrgängen bisher kein Tastaturtraining stattgefunden hat.
In Anlehnung an die Initiative des Landes NRW, die Thematik einer allumfassenden Gesundheit als einen wesentlicher Bestandteil von Unterricht und Schulgestaltung anzusehen, soll auch an unserer Schule der ganzheitliche Gesundheitsgedanke verwirklicht werden.
Es gibt wenig Zweifel, dass die traditionellen Ansätze der Gesundheitserziehung den heutigen und zukünftigen Aufgaben der Schule nicht mehr gerecht werden. Mit der Ersetzung des traditionell geltenden biomedizinisch-naturwissenschaftlichen Denkmodells durch ein integrativ-ganzheitliches Verständnis von Gesundheit und dem Konzept der Gesundheitsförderung im Sinne der Ottawa-Charta der Weltgesundheitsorganisation kann die schulische Gesundheitsförderung heute in ein komplementäres Verhältnis zum Bildungsauftrag und zum Entwicklungsauftrag der Schule gestellt werden.
Wie der schulische Bildungsauftrag setzt die schulische Gesundheitsförderung auf Prozesse der Unterstützung, Befähigung und Ermöglichung und zielt auf emanzipatorische Akte der Teilhabe, Selbstbestimmung, Selbstverantwortlichkeit und Mitverantwortlichkeit.
Die GHS Oberpleis ist seit dem Schuljahr 2001/2002 eine „OPUS-Schule“ (OPUS = offenes Partizipationsnetz und Schulgesundheit). Das Opus-Projekt fasst einen Verbund von Schulen zusammen, die sich unter dem Leitmotiv der Gesundheitsförderung in der Schule in ein Netzwerk eingebracht haben, weil
- sie Schulgesundheit zur Leitidee ihrer Schulentwicklung gemacht haben,
- sie Vernetzung als geeigneten Weg für Schulen ansehen, sich in der Entwicklung und Entfaltung ihrer Schulprogramme gegenseitig zu unterstützen, zu begleiten und zu entlasten,
- sie im Erfahrungsaustausch mit anderen Schulen Unterstützung und Reflexionshilfe bei der eigenen Entwicklungsarbeit finden,
- sie gemeinsam Projekte angehen wollen, die sie allein nicht in Angriff nehmen könnten und sie die Fortbildungs-, Informations- und Unterstützungsangebote des BLK Versuches "Offenes Partizipationsnetz und Schulgesundheit" für sich nutzen wollen (vgl. dazu Ausführungen des Landes NRW).
Das Netzwerk OPUS – gesundheitsfördernder Schulen besteht im Rhein-Sieg-Kreis bereits seit mehreren Jahren und wird im Schulamt koordiniert. Verantwortlich zeigt sich für die Schulaufsicht Herr SAD Hausmann.
Unsere Schule hat sich um den Aspekt der Vernetztheit zu verwirklichen an ein „GÖS-Netzwerk“ (GÖS = Gesundheit und Öffnung von Schule) angeschlossen, dem noch vier weitere Schulen angehören, die GHS Neuenhof, die GHS, Hennef, die GHS Much und die Gesamtschule Hennef, die zugleich die Koordinationsschule ist.
Gemeinsame Intention der GÖS-Schulen ist es, die Schulen gesundheitsfördernd zu gestalten, die Erfahrungen anderen zur Verfügung zu stellen und sich gegenseitig Hilfen und Unterstützung zu geben. Ziel ist es, die Schulen so zu gestalten, dass sich alle darin arbeitenden Personen wohl fühlen und somit bessere Lern- und Lehrvoraussetzungen bekommen.
Dabei steht momentan die Gestaltung des Schulumfeldes im Mittelpunkt
An unserer Schule hat sich eine Gruppe von LehrerInnen aus unterschiedlichen Bereichen zusammengefunden (Sport, Ernährung, Kunsterziehung, Biologie), die derzeit das Schulcafé, den Schulhof und die Flure z. T. mit beantragten Fördergeldern gestalten (siehe Projektberichte im OPUS-Ordner). Diese Gruppe ist stets offen für interessierte Lehrer, Eltern und Schüler und kann jederzeit um andere Personen erweitert werden.
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